| Episode | 103 (Staffel 7, Folge 4) |
| Premiere | 23.06.2026 |
| Dauer | 38:55 |
| Link | YouTube |
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Chronologie
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| Spuren die bleiben | Wer klopft an der Tyr? |
Wir brauchen mehr Freunde ist die vierte Folge der siebten Staffel von DEMID. Die Helden gelangen zu einer Stelle am ehemaligen Marktplatz von Coven, wo früher das Haus von Tante Sorah stand. Jetzt ist nur mehr ein moosbewachsenes Loch dort. Als Korrin das Loch untersucht, gräbt sich direkt vor ihr eine kleine lebendige Truhe mit Beinen aus der Erde.
Handlung
Ein neues Gildenmitglied
Korrin winkt dem Auge auf der Oberseite der kleinen Truhe zu. Das Auge starrt Korrin an. Korrin erinnert das sonderbare kleine Wesen sehr an die verzauberten Möbelstücke aus Narks Privatgemächern – eine im wahrsten Sinne des Wortes schmerzliche Erinnerung für Korrin, wurde sie doch von einem Stuhl und einem Stiftbecher „vermöbelt“[1] (siehe auch Episodenartikel). Korrin weist ihre Gefährten darauf hin. Yura hält Korrin etwas von der Truhe zurück. Markus staunt nicht schlecht von Narks Verteidigung seines Büros (siehe Zitate). John hält noch seinen Kompass parat, wobei ihm jetzt erst auffällt, dass er nicht mehr das gleiche gewohnte Gefühl hat, als er den Kompass in Händen hält – unweigerlich muss er sich gedanklich fragen, woher er den Kompass herhat. Die Helden stecken ihre Waffen wieder weg, als sie merken, dass die kleine, ja fast schon niedlich wirkende Truhe nichts böses im Sinn hat. Ja, sie scheint die Helden sogar zu verstehen und mit ihnen durch bestimmte Bewegungen zu kommunizieren – offensichtlich ist sie so konstruiert worden, um dazu fähig zu sein. Yura und John können sich an Tante Sorahs kleinen Magie-Laden und an das dortige Sortiment erinnert, von daher wundert sie die kleine verzauberte Kiste nicht. Snorri fragt die Truhe, ob sie sich öffnen möchte. Sie läuft zu ihr hin und öffnet sich. Im Inneren liegen zwei Augen, die gleich aussehen, wie das Auge auf der Truhe, nur dass sie geschlossen sind. Am Rand der Augen sind kleine Klauen angebracht, womit sie sich anscheinend an etwas festkrallen können. Korrin versteht die Funktionsweise der Augen: man muss diese nur an einen nicht so großen Gegenstand anbringen und schon wird dieser lebendig. Praktisch, wie Snorri zugeben muss, ließe sich so doch eine Art lebendiges Aufklärungsobjekt erschaffen. Bei diesen Worten macht die kleine Truhe aber deutlich, dass sie bei so einem Vorhaben nicht hergenommen werden möchte. Die kleine Truhe ist gerne bereit, den Helden die Augen zu überlassen, sie möchte nur bei den Helden bleiben und mit ihnen mitkommen. Snorri ist sichtlich begeistert von der kleinen süßen Truhe, die sich an ihr Bein anlehnt. Als Snorri sie hochhebt und sie streichelt, erzeugt die Truhe ein Geräusch mit ihren Holzbeinchen, das ähnlich klingt wie ein Schnurren. Die Heldengilde bzw. Snorri hat nun offenbar einen neuen Wegbegleiter gefunden, dem das Goblinmädchen prompt den Namen “Kistelini Kistelei Thokk“ gibt. Während John, Korrin und Markus ob des neuen niedlichen Gildenmitglieds lächeln müssen, schüttelt Yura verlegen den Kopf. Tante Sorah lebt jedenfalls nicht mehr hier, so macht es auch Kistelini deutlich, als John nach Tante Sorah fragt. Yura weist ihre Gefährten auf die großen Vogelfußspuren hin, die sie nahe dem Loch entdecken konnte. Die Spuren verlaufen zunächst in Richtung Norden und biegen dann nach Westen hin ab. Anscheinend hat Tante Sorah mitsamt Haus vor vielen, vielen Jahren Coven verlassen, so viel kann Yura von den Spuren her sagen.
Doch nicht ganz verlassen
Die nun sechsköpfige Gruppe setzt ihren Weg über den ehemaligen Marktplatz fort. Der einst gepflasterte Platz ist jetzt völlig überwuchert, die Marktstände sind allesamt zerstört, die Aushängeschilder sind lose und überall liegen verweste und überwachsene Leichen und Skelette herum. John schaut sich um und kann schließlich etwas weiter entfernt vor sich eine Bewegung wahrnehmen. Sofort weist er seine Gefährten darauf hin. Es ist eine in einen lila Kapuzenmantel gekleidete Person, die sich zu einem Skelett runter gebückt hat. Die Person dreht ihren Kopf in Richtung der Helden und als sie die Helden sieht, läuft die Person umgehend in Richtung Südosten weg. John und Yura haben noch sehen können, dass es ein Humanoid in Fuchsgestalt war – lavendelfarbenes Fell und lange blaue Kopfhaare. John hat schon einmal in einem alten Buch von solchen Fuchsmenschen gelesen: diese Wesen gelten als Legende; sie halten sich nie lange an einem Ort auf und leben zurückgezogen in Wäldern, teils auch in Städten, wo sie hier und da mal flüchtig gesehen werden konnten. Ist Coven also doch nicht ganz verlassen, fragt sich John (siehe Zitate). Snorri ruft der Person noch hinterher, wird aber dann von Markus zurückgehalten, der sich nicht sicher ist, ob dies nicht wieder ein Trick der Wichte sein könnte. John geht zu dem Skelett hin, um zu überprüfen, was die Fuchsgestalt bei dem Skelett gemacht hat. Als er sich das Skelett – wegen der Hörner auf dem Schädel unweigerlich als das Skelett eines Tieflings zu erkennen – genauer anschaut, bemerkt er ein in leuchtend gelber Farbe aufgemaltes Symbol auf der Stirn. Es zeigt einen Hammer und eine Waage vor einem dreieckigen Schild. Auch alle anderen Skelette in unmittelbarer Nähe und entlang des Weges, in der die Fuchsgestalt gerannt ist, tragen dieses Symbol auf der Stirn, stellt John fest. Offenbar hat die Fuchsgestalt die Skelette „markiert“, meint Markus, der hinzugekommen ist. Während John das Symbol nicht deuten kann, erkennt Markus es als das Symbol von Tyr, dem Gott der Gerechtigkeit. Markus und die Helden haben noch den Zeitungsartikel in Erinnerung, in dem über die Champions von Tyr berichtet wurde und darüber, dass diese das Mysterium rund um Covens Zerstörung aufdecken wollten[2]. Wenn also die Paladine von Tyr hier in Coven sein sollten, dann dürfte wohl nichts zu befürchten sein, ist doch Tyr keine böse gesinnte Gottheit, mutmaßt Markus. Snorri hat eine Idee, um dem Fuchsmensch mitzuteilen, dass die Helden in guter Absicht hier sind. Sie nimmt einen Zettel und schreibt die Nachricht drauf, dass die Helden ebenso die Wahrheit über den Angriff auf Coven herausfinden wollen; die Helden wollen mit der Person zusammenarbeiten und sich mit ihr anfreunden. Nachdem sie das geschrieben hat, legt sie den Zettel in die kleine Truhe. Anschließend bittet sie Kistelini darum, dem Fuchsmensch hinterherzulaufen und ihr den Zettel zu zeigen. Daraufhin macht sich die kleine Truhe auf den Weg.
Deine erste Taverne?
Yura hat sich derweil der zerstörten Taverne am Marktplatz zugewandt. Korrin gesellt sich zu ihrer Gefährtin. Sie blickt auf das lose herunterhängende Schild, auf dem noch das Wort „Taverne“ zu lesen ist. „Deine erste Taverne?“, fragt Korrin Yura. Jene muss deswegen herzlich lachen. Ihre Eltern haben damals in der Taverne gearbeitet, sagt Yura, während ihr Blick über das zerstörte Innere schweift (siehe Zitate). Die Theke ist noch zu erkennen. Yura geht in die Taverne zu einem kleinen Tisch hin. Beim Anblick des kleinen Tisches kommen ihr wieder die Tränen, war es doch jener Tisch, an dem sie oft als Kind gesessen ist, oft auch zusammen mit anderen Kindern, so John oder ihre Cousins. Snorri und John kommen hinzu, während Markus bei der Tür, mit dem Rücken zur Taverne, Ausschau hält. Snorri fragt Yura und John nach ihrem Lieblingsessen hier in der Taverne. Yura lächelt. Ihre Eltern haben den besten Tafelspitz der gesamten Gegend kochen können. John nickt Yura lächelnd zu. Auf Korrins Frage, was Tafelspitz ist, erklärt Yura, dass es gekochtes Rindfleisch ist mit Kartoffeln und einer Apfel-Kren-Sauce als Beilage. „Müssen wir mal kochen“, sagt Korrin mit einem Lächeln. Snorri strahlt, fände sie es doch so schön, wenn die Helden einmal gemeinsam kochen und dabei alle ihre Lieblingsspeisen zubereiten. Etwas verlegen meint Korrin, bis jetzt nur das Essen von ihrer Familie zu kennen. „Wir machen gutes Essen“, sagt Snorri lächelnd zu ihr. Markus sagt, dass seine Frau gut kochen kann und sie alle einmal einladen kann (siehe Zitate). Ein Satz, der Yura sichtlich Freudentränen bereitet. „Vielleicht finden wir mal ein Rezept“, sagt Yura und wischt sich währenddessen die Tränen aus den Augen.
Die Schule bzw. der Tempel von Tyr
Die Helden verlassen die Taverne. Markus fragt die Helden, ob sie weiter Richtung Osten zu der Höhle gehen wollen, die Yura und John bekannt ist und wo sich mutmaßlich der Titan befindet[3], oder ob sie der Fuchsgestalt folgen wollen, die Richtung Südosten gelaufen ist. Snorri weist auf Kistelini hin, die noch unterwegs ist. Aber auf den Hinweis von Markus hin sieht Snorri dass Kistelini nur etwa 100 bis 150 Meter weit gekommen ist – die Truhe ist einfach zu klein und seine Schrittweite dadurch zu kurz. Snorri rennt zu Kistelini, um sie zurückzuholen.
Als sie die Truhe abholt, bemerkt Snorri inmitten der ganzen Trümmern und Ruinen ein unversehrtes, wenn nicht sogar nagelneu aussehendes Gebäude. Es sieht aus wie ein Tempel. Über dem Eingang ist das Symbol von Tyr eingraviert. Snorri kehrt zu ihren Gefährten zurück und weist auf ihre Entdeckung hin. John und Yura können es kaum glauben, denn schließlich war früher an der Stelle die Schule von Coven, zu der sie beide als Kinder gegangen sind. Eigentlich haben sie die Schule noch in sehr schäbigem Zustand in Erinnerung; so konnten sie das Symbol über dem Eingang nie richtig erkennen, weil das Gestein stark verwittert gewesen war. Von daher wussten sie nie davon. Waren sie etwa die ganze Zeit in einer Schule, die in Wirklichkeit ein Tempel für den Gott der Gerechtigkeit ist?
Die Gruppe nähert sich dem unversehrten Gebäude. Von dem makellosen Gestein scheint ein goldenes Strahlen auszugehen. So hat die Schule definitiv nicht ausgesehen, meint Yura. Dennoch sind sie und John sich sicher, dass es ihre Schule sein muss. Markus kann Leute im Gebäude wahrnehmen. Als sie dem prachtvollen Bauwerk näher kommen, bemerken sie, dass der Tempel und ein Bereich von 10 Metern rund um den Tempel von Sonnenstrahlen erleuchtet wird. Die Gruppe sieht in den Himmel und können erkennen, wie die Wolken um diesen Bereich herumziehen, sodass die Stelle über dem Tempel klar und hell bleibt. Wäre das nicht schon beeindruckend genug, so sieht die Gruppe schemenhafte Gestalten am Tempel aufflackern. Die aufblitzenden Gestalten scheinen das Gebäude in Stand zu halten: die Helden sehen eine Gestalt die Fenster reinigen, eine andere das Dach reparieren usw.. Doch ehe man eine Gestalt entdeckt hat, verschwindet sie wieder; und an einer anderen Stelle taucht eine andere Gestalt auf, die wieder irgendetwas am Tempel säubert oder repariert. Um sicher zu gehen, dass niemand in der Nähe der Gruppe böses will, aktiviert John seinen Zauberstab der Feinderkennung. Der Zauberstab reagiert nicht. John weist seine Gefährten darauf hin, dass keine Feinde in der Nähe sind. Was nun? Soll Snorri wieder Kistelini mit der Nachricht vorschicken? Sollen die Helden zuerst an der Eingangstür anklopfen und dann erst Kistelini die Nachricht präsentieren lassen? Oder sollen sie einfach rufen? Yura entscheidet sich für letzteres.
„Hallo! Die Helden sind da!“, rufen Yura und Snorri, als sie und ihre Gefährten in den sonnenerleuchteten Bereich hineintreten. Plötzlich öffnet sich die Tempeltür und vier Paladine in Vollplattenrüstung marschieren im Gleichschritt heraus. Sie sind mit Lanzen bewaffnet und tragen Schilder, auf denen das Symbol von Tyr angebracht ist. Die Paladine stellen sich in choreographischer Perfektion links und rechts auf und geben den Weg für eine Person frei, die nun aus dem Tempel tritt.
Es ist die Fuchsgestalt. Sie schaut die Helden an.
Zitate
„Ihr sagt, ihr kanntet das? Bei Nark?“ Markus
„Bei Nark, ja. Nark hat sein Büro so verteidigt. Sehr gut verteidigt.“ Korrin
„Kreativ. Ihr wurdet von Stiften und Stühlen verprügelt.“ Markus
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„Wie es scheint, ist Coven nicht ganz verlassen.“ John
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„Meine Eltern haben hier gearbeitet.“ Yura
„Dann warst du bestimmt viel hier?“ Korrin
„Ja...“ Yura
„Hatte die Taverne noch nen Namen außer 'Taverne'?“ Korrin
„Nein, es war die einzige Taverne, also hieß es einfach 'Taverne'“ Yura (lächelnd)
„Praktisch.“ Korrin (lächelnd)
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„Aber ich fänd's wirklich schön, wenn wir irgendwann mal zusammen kochen. Die Lieblingsspeisen von allen (...).“ Snorri
„(...) Äh...naja, ich kenn nicht so viel verschiedenes Essen,...also das, was wir halt so gegessen haben...“ Korrin
„Wir machen gutes Essen.“ Snorri (lächelnd)
„Meine Frau kann gut kochen. Die könnte uns mal einladen.“ Markus (zu Helden)
Trivia
- Korrin ist in dieser Folge besonders witzig[4][5][6].
- Snorri sagt zu Markus, dass der Kampf gegen Narks verzauberte Möbel eine der „krassesten Kämpfe“ der Helden war.
- In Tante Sorahs Laden gab es Regale, die vollgepackt mit allen möglichen Krams waren[7].
- Kistelini Kistelei Thokk sieht in etwa so aus wie die kleine Truhe vom Studio-Set.
- Durch Bewegung der Beinchen kann Kistelini ein „Kopfnicken“ oder „Kopfschütteln“ ausdrücken.
- Das Auge passt sich an die Größe des Gegenstandes an, an dem es angebracht wird.
- Kistelini Kisteilei Thokk weiß nichts von dem Titanen oder einer Bedrohung unter Coven.
- Beim damaligen Angriff auf Coven hat sich Kistelini versteckt, indem es sich eingegraben hat.
- Während Celine die Idee mit der kleinen süßen Truhe sehr gefällt, kann ihr Spielcharakter Yura gar nichts damit anfangen.
- Yura hat noch nie eine Fuchsgestalt gesehen. Solche Wesen gab es auch nicht in Coven.
- Yura/Celine wollte nach etwas Eingeritztem auf dem kleinen Tisch suchen, aber aber den Wahrnehmungswurf nicht geschafft. Korrin/Petra versucht es ihrerseits, aber schafft den Wurf auch nicht.
- Die Taverne von Coven hieß einfach nur „Taverne“.
- Snorri kann nur Apfelmus zubereiten.
- Markus' Satz überwältigt Yura/Celine.
- Kistelini erschrickt sich leicht, als Snorri sie abholt.
- Das "Die Helden sind da!" bleibt auch diesmal unbeantwortet.
Quellen
- ↑ „Entlarvt!“ (63), 14:30 (YouTube)
- ↑ „Ein schmerzvolles Wiedersehen“ (27), 05:43 (YouTube)
- ↑ „Zwischen Trümmern und Erinnerungen“ (101), 15:56 (YouTube)
- ↑ „Wir brauchen mehr Freunde“ (103), 06:55 (YouTube)
- ↑ „Wir brauchen mehr Freunde“ (103), 08:18 (YouTube)
- ↑ „Wir brauchen mehr Freunde“ (103), 22:26 (YouTube)
- ↑ „Wir brauchen mehr Freunde“ (103), 13:14 (YouTube)