| Episode | 60 (Staffel 4, Folge 2) |
| Premiere | 20.01.2026 |
| Dauer | 57:08 |
| Link | YouTube |
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Chronologie
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| Eine schicksalshafte Begegnung | Nur zu Recherchezwecken |
Im Meer der Erinnerungen ist die zweite Folge der vierten Staffel von ADUST. Yaromir war in der Lage, ihre Erinnerung von der Begegnung mit Erwin und der seltsamen, rotäugigen Frau mit Dine zu teilen. Dann taucht plötzlich der Scheinläufer wieder auf. Er manifestiert sich vor dem Felsplateau und lässt seine Hand in atemberaubender Geschwindigkeit auf die sechsköpfige Gruppe niedersausen.
Handlung
Unendliches Nichts
Ehe die Sechs reagieren können, sind sie von scheinbarer Dunkelheit umhüllt. Jeder der Gruppe befindet sich für sich allein in eine Art luftleerem Raum, in dem jeder nur seinen Herzschlag wahrnehmen kann. Doch in dem unendlich scheinenden Nichts schwirren dia-show-artig ihre Erinnerungen umher. Sowohl ihre guten als auch schlechten Erinnerungen ziehen in ungeordnetem Wirrwarr vor ihren offenen wie geschlossenen Augen vorbei.
Kato, der noch eine seiner zwei übriggebliebenen Dunkellilien greifen wollte, merkt, dass die magischen Blumen nicht mehr in seinem Beutel sind. Er schaut sich um. Das dunkle Medium, das ihn umschließt, wabert. Es erinnert Kato an den Schleier der Illusionen und an das wabernde Erscheinungsbild des Scheinläufers. Sind sie im Inneren des Scheinläufers gefangen? Durch das wabernde Medium schwirren Katos Erinnerungen. Als er eine zu greifen versucht, zieht die Erinnerung um seine Hand herum. Keine Veränderung. Kato zieht seine beiden Schwerter und schlägt x-förmig gegen das wabernde Medium, in der Hoffnung, so dem Bann des Scheinläufers zu entkommen. Doch Kato spürt die beiden Schwertstreiche an seinem eigenen Rücken. Schwer verletzt geht Kato in die Knie. Mit Gewalt kann man also nicht entkommen. Wie schon in der Höhle zuvor beginnt eines von Katos Schwertern zu knistern[1].
Dine schaut sich unruhig um, als sie merkt, dass sie alleine in diesem unendlichen Nichts ist. Auch sie versteht, dass sie im Scheinläufer gefangen zu sein scheint. Ihre Augen leuchten kurz auf, doch sie kann keine bösen Absichten erkennen. „Lass uns gehen! Wir wollen nichts Böses!“, ruft Dine. Hierauf erscheinen unter ihr, vor ihr und dann über ihr jene großen wabernden und lilafarbigen Augen, welche sie schon in der Kristallhöhle gesehen hat[2][3]. So schnell wie sie erschienen sind, verschwinden die Augen auch wieder.
Tilion zaubert die magische Wasserrüstung auf sich, da er damit die Trennung vom Bann des Scheinläufers bewirken will. Doch es zeigt keinen Wirkung. Tilion versucht nun, sich auf eine ganz bestimmte Erinnerung zu fokussieren, um den ungeordneten Erinnerungswirrwarr zum Stehen zu bringen. Es ist seine Erinnerung von dem Moment, als er das erste Mal auf einem Segelschiff war. Er konzentriert sich, so gut er kann, und schafft es mental, die Erinnerung aus dem chaotischen Wirrwarr herauszuziehen, aber nicht ohne dass diese Lücken enthält – Tilions Konzentration war nicht stark genug, um die Erinnerung in aller Vollständigkeit vor sich visualisieren zu lassen.
Jaya findet sich in dem unendlichen Nichts, in dem ihre Erinnerungen hin und her schwirren. Auch als das Halb-Tabaxi-Mädchen ihre Hände vor ihre Augen schlägt, sieht sie immer noch das Wirrwarr ihrer Erinnerungen, worunter sie diejenige an Tammo und Kai ausmachen kann, als beide stolz ihre Trikots anziehen. Noch ehe Jaya in dieser für sie doch schönen Erinnerung verweilen will, redet sie sich selbst ein, dass dies alles nur Illusionen sind. „Yaromir!“, ruft Jaya in das Nichts. Keine Antwort. Sie rudert mit ihren Armen umher, um durch den Wirrwarr der Erinnerungen hindurch zu waten.
Ächzend setzt sich Kato im Schneidersitz auf den Boden. Er schließt seine Augen und versucht, den Schmerz an seinem Rücken zu ignorieren und sich stattdessen voll und ganz zu konzentrieren. Nachdem er sich so in meditativen Zustand versetzt hat, spricht er die Frage aus: „Was willst du?“ Unter, vor und dann über ihm blitzen die lila Augen kurz auf und verschwinden wieder.
Tilion will sich das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit in Erinnerung rufen, das er bei seiner ersten Fahrt auf hoher See gehabt hat, in der Hoffnung, so jenem „Käfig“ des Scheinläufers zu entkommen.
Ein Teil von mir
Tilion, Dine und Kato bemerken, wie sich das dunkel wabernde Nichts vor ihnen plötzlich erhebt. Für den Bruchteil einer Sekunde sehen die drei Helden, wie das riesige Gesicht des Scheinläufers und Yaromir einander gegenüberstehen. Dann verschwindet das Nichts ringsherum und alle finden sich auf dem Felsplateau wieder. Der Scheinläufer verliert wieder seine Form und sein formloses Selbst zieht langsam gen Himmel empor bis es schließlich vollends verschwunden ist. Der Scheinläufer ist weg.
Als Jaya und Dine Katos x-förmige Wunde an seinem Rücken sehen, eilen sie zu ihm. Dine bemerkt, dass sie nicht mehr die magische Kraft aufbringen kann, um Katos Wunden zu heilen. Jaya versucht, ihn zu verbinden. Verlegen erklärt Kato seinen besorgten Gefährtinnen, dass sein Plan, dem Scheinläufer zu entkommen, nicht geklappt hat (siehe Zitate). Hatae, die ebenso verwirrt und durcheinander ist, kann sich wieder fangen, rennt zu Kato rüber und holt eine Heil-Magiemünze aus ihrer Tasche – da sie nun wieder aus der Höhle heraus sind, dürften Magiemünzen wieder funktionieren[4]. Sie hält sie an Katos Rücken, wobei er von Dine gestützt wird. Hatae aktiviert die Heil-Magiemünze, wodurch sich ein Gutteil von Katos Wunde wieder schließt. Tilion beobachtet Dine, als Hatae das macht, aber anders, als er es von ihr kennt[5][6], scheint Dine diesmal keine Hemmung beim Anblick von der Nutzung der Magimünze zu haben. Jaya und Tilion schauen in die Runde, um sicherzugehen, dass es allen gut geht.
„Geht es euch gut?“, fragt Yaromir, welche an der Felskante steht und nach hinten schaut. Die Fünf blicken zu ihr und stellen überrascht fest, dass Yaromirs Augen kurz lila aufflackern. Das Flackern verschwindet und Yaromir bekommt wieder ihre normalen Augen mit den lila Pupillen. Kato macht Dine mit einem fragenden Blick darauf aufmerksam. Was hat sie da gerade gemacht, fragt Kato Yaromir. Hat sie auch Erinnerungen im Bann des Scheinläufers gesehen, fügt Dine fragend hinzu. Sie habe nichts gesehen und auch nichts getan, antwortet Yaromir ein klein wenig konsterniert. Kato sieht sie verwirrt an und Dine bemerkt, dass es Yaromir anscheinend sehr unangenehm ist, in Anwesenheit von Hatae etwas zu sagen. Aber die Paladin-Frau bleibt hart und auf Hatae deutend sagt sie zu Yaromir, dass sie früher oder später sowieso mit der Sprache rausrücken muss und sie Hatae durchaus zutrauen kann, damit umzugehen (siehe Zitate). „Yaromir?“, fragt nun auch Hatae mit einem gewissen Unterton. Yaromir gibt nach, kann aber Dine und den anderen nur soviel erklären, dass sie keine Erinnerungen, dafür aber jene riesigen Augen gesehen hat, die die Helden bereits in den Kristallen in der Höhle gesehen hatten. Yaromir konnte eine Verbundenheit zu diesem Etwas verspüren. Irgendwie fühlt es sich für Yaromir so an, als ob sie ein Teil von diesem Etwas oder jenes ein Teil von ihr sei. Was es auch ist, es fühlt sich komisch an – besser könne Yaromir es nicht erklären (siehe Zitate).
Und nun?
„Können wir hier weg?“, fragt Jaya übermüdet. Auch wenn der Scheinläufer weg ist, so hat sie immer noch ein unangenehmes Gefühl, direkt unter dem Schleier der Illusionen zu stehen (siehe Zitate). Tilion wäre es auch recht, dass sich die Gruppe davon Abstand hält. Da es dunkler geworden ist, klettert Jaya der Gruppe voraus und deutet ihnen einen sicheren Weg nach unten. Ihre Gefährten folgen: zunächst Yaromir und Hatae, die wie ein eingespieltes Team Jaya hinterherklettern, wobei sie sich immer wieder anlächeln. Tilion folgt hinter den zwei und beobachtet Yaromir ganz genau – Yaromirs flackernde Augen scheinen Tilion doch etwas nachdenklich gemacht zu haben. Auf Tilion folgt Kato und Dine bildet das Schlusslicht.
Obwohl alle sichtlich erschöpft sind – insbesondere Jaya – kommen sie unversehrt unten an. Was nun?
Auf alle Fälle müssen sich die Helden unbedingt ausruhen. Doch wo? Yaromir stellt die Frage in den Raum, ob die Helden zurück nach Hintarak wollen. Hatae fügt mit Bestimmtheit hinzu, dass Yaromir mitkommen soll (siehe Zitate). Verlegen und etwas unsicher nickt Yaromir. Jaya ratet ihr, sehr gut aufzupassen, denn schließlich will sie die ganze Rettungsaktion nicht noch einmal machen. Yaromir glaubt, dass sie sich in ihrem aktuellen Zustand anders fühle – zumindest fühlt sich gerade nicht zu irgendwas hingezogen (siehe Zitate). Tilion würde zwar sehr interessieren, was in Hintarak gerade passiert, aber ihm würde der Gedanken gefallen, nach Chandras zu gehen, um so zur Abwechslung der Blutjaspis einen Schritt voraus zu sein. Dine ist stark verunsichert – sie weiß nicht, ob Chandras das richtige Ziel ist. Dabei greift sie in ihren Beutel, holt die Box heraus und vergewissert sich, dass die zwei Götterreliquien noch drinnen sind – nachdem sich dies bewahrheitet, steckt sie die Box wieder ein. Durch die Reise nach Chandras würden man aber genau das machen, was die Blutjaspis will: man bringt die Reliquien zu ihr, wo sie sie erwartet, meint Jaya. Letztlich ist Jaya alles recht, solange sie sich weit abseits vom Schleier ausruhen können, notfalls auch in einem Zelt. Dine kann sich jetzt aber nicht ausruhen, steht für sie doch so vieles auf dem Spiel. Aber Jaya kann Dines Müdigkeit deutlich erkennen. Yaromir wirft ein, dass sie alle in ihrer Kojotengestalt schnell nach Hintarak und wieder retour bringen kann. Die Reisedauer vom Costara Canyon bis zur Stadt – zu Fuß mindestens 8 Stunden – ließe sich auf diese Weise um mehr als die Hälfte reduzieren.
Jaya und Kato sind sichtlich begeistert von dem Vorschlag, wenn sie Yaromir auch raten, sie und Hatae noch vor der Stadt absetzen, um so keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - Jaya wiederholt mit Nachdruck, dass sie das Ganze nicht noch einmal erleben möchte. Schlussendlich lässt sich auch Dine von der schnellen Reisemöglichkeit überzeugen. Zuletzt fragt sich Dine, ob während der Zeit, als sie alle in der Höhle waren, Riadon versucht haben könnte, sie mittels dem magischen Stein zu erreichen[7]. Wie schon die Magiemünzen dürfte auch der Stein in der Höhle nicht funktioniert haben. Dine ist sich zwar sicher, dass zwischen dem Betreten und dem Verlassen der Höhle gerade einmal fünf Minuten vergangen sein müssen – ein Umstand, der allen noch sehr seltsam vorkommt – aber sie hat trotzdem ein ungutes Gefühl. Jaya versichert ihr, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass sich Riadon innerhalb der kurzen Zeit gemeldet hat; und selbst wenn, so würde er sie sicherlich noch einmal kontaktieren wollen, wenn es zuvor nicht geklappt hat.
Somit steht der Plan: Yaromir verwandelt sich in den riesigen Kojoten und Hatae und die vier Helden sitzen auf dessen Rücken und ruhen sich von den Strapazen aus. Den magiemünzbetriebenen Wagen stellen Hatae und Dine unter einem Felsvorsprung – laut Hatae wäre es kein Problem, den Wagen hier zu lassen; ihr Vater hat sowieso mehrere davon, selbst wenn es sich bei jenem zurückgelassenen Wagen um einen neuen Prototypen handelt.
Yaromirs Augen flackern wieder lila auf und sie verwandelt sich in die große Kojoten-Wolfsgestalt. Alle sitzen auf und selbst wenn Dine versucht, wach zu bleiben, schläft sie umgehend auf dem flauschigen Rückenfell ein. Auch Tilion, Kato und Peanut werden vom Schlaf übermannt, als sie sich es auf dem Rücken des Kojoten gemütlich machen. Jaya bleibt wach und achtet darauf, dass keiner der Schlafenden vom Rücken herunterfällt. Hatae bleibt ebenfalls wach und beginnt zu lächeln, als zuerst zu den Helden und dann in Yaromirs Kojotenaugen blickt.
Zitate
Jaya (zu Kato): Wie ist das passiert?
Dine (zu Kato): Hast du versucht, den anzugreifen?
Kato: Ich hab versucht raus zukommen....Hat nicht geklappt.
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Dine (zu Yaromir): Also früher oder später musst du eh mit der Sprache rausrücken und Hatae ist definitiv stärker als du denkst!
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Yaromir: Äh...ich...ich habe keine Visionen oder irgendwas gerade gesehen, sondern einfach nur diese riesigen Augen. Und sie waren da...und irgendwie...ich...ich kann es nicht beschreiben, aber es hat sich ein bisschen angefühlt, als wäre irgendwas davon ein Teil von mir oder ich ein Teil davon....Ich weiß es nicht. War ein komisches Gefühl.
Dine: Wir haben die Augen auch bei den Kristallen in der Höhle gesehen.
Yaromir: Also ich kanns euch nicht erklären.
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Jaya: Also ich wär gern WIEDER in Hintarak oder auch IRGENDWO, wo NICHT der Scheinläufer zu Hause ist!
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Yaromir: Ihr wollt wieder nach Hintarak?
Hatae: Nicht nur wir wollen nach Hintarak, sondern DU kommst mit.
Yaromir: Äh....ja....ja...ja natürlich!
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Jaya: Aber vorsichtig! Also das Ganze machen wir nicht nochmal!
Yaromir: Ja, aber ich glaub, es ist anders. Ich fühl mich nicht...wohin gezogen grade. Also ich würd's probieren.
Trivia
- Durch die beiden Schwertstreiche verpasst sich Kato selbst 17 Schadenspunkte.
- Jaya hat aufgrund des gescheiterten Konstitutionsrettungswurfs (constitution saving throw) nicht gesehen, wie sich Scheinläufer und Yaromir einander gegenübergestanden sind.
- Mit ihrer Heil-Magiemünze kann Hatae Kato um 12 Trefferpunkte (hit points, kurz HP) heilen.
- Die Helden hatten die Seile tatsächlich in der letzten Staffel abgelegt gehabt, selbst wenn nicht angespielt worden ist, wer von den Spielcharakteren die Seile verstaut hatte[8].
- Als Hatae scherzhaft meinte, man bräuchte jetzt einen Gleiter, dachte Jaya zuerst, sie meinte damit einen Ödlandgleiter.
- Anscheinend zählen Gleiter auch zu den technologischen Errungenschaften von Hintarak[9].
Quellen
- ↑ „Komm zurück“ (50), 29:56 (YouTube)
- ↑ „Spiegel deiner Seele“ (51), 39:35 (YouTube)
- ↑ „Wenn der Sand rinnt“ (57), 15:27 (YouTube)
- ↑ „Komm zurück“ (50), 09:50 (YouTube)
- ↑ „Was ist Fortschritt?“ (6), 34:52 (YouTube)
- ↑ „Lass (nicht) los!“ (11), 20:32 (YouTube)
- ↑ „Bringt sie mir zurück“ (46), 23:07 (YouTube)
- ↑ „Spiegel deiner Seele“ (51), 10:03 (YouTube)
- ↑ „Im Meer der Erinnerungen“ (60), 38:26 (YouTube)