| Episode | 62 (Staffel 4, Folge 4) |
| Premiere | 03.02.2026 |
| Dauer | 1:11:01 |
| Link | YouTube |
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Chronologie
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Gefahr im Verzug ist die vierte Folge der vierten Staffel von ADUST. Die Helden beschließen, in Hintarak zu bleiben. Sie bitten Hatae und Yaromir, in die Stadt zu Riadon zu gehen und ihm mitzuteilen, den Anschein zu wahren, dass sich nichts an dem Plan geändert hat, die Götterreliquien heute fortzubringen. Währenddessen wollen die Helden von der Zeltsiedlung aus alle Bewegungen von und nach Hintarak beobachten. Hierfür wollen die Helden einzeln Wache halten, damit sich jeder von ihnen von den nächtlichen Strapazen ausruhen kann. Als Dine Wache hält, weht ihr eine Windböe ein Flugblatt entgegen.
Handlung
Eine schlechte Neuigkeit kommt selten allein
Dine schleift gerade mit dem Schleifstein ihr Schwert, als ihr ein Flugblatt entgegen geweht wird. Verwundert hebt sie es hoch. Als sie liest, was darauf steht, wird sie unruhig: Was soll noch alles passieren? Wir müssen unseren Kurs ändern! Kommt zur Ratssitzung! steht auf dem Flyer (siehe Anhang).
Neben dem Text ist ein explodierender Turm Za abgebildet. Zweifelsohne spielt der Inhalt des Flyers auf die gestrigen Ereignisse auf der Hochebene an. Das Blatt sieht so aus, als sei es gedruckt worden. Draußen auf den Straßen liegen weitere solcher Flugblätter. Dine sieht zu ihren Gefährten, die alle tief und fest auf ihren Betten schlafen. Obwohl das Flugblatt Dine innerlich aufgewühlt hat, möchte sie ihre Gefährten nicht wecken. Um sich etwas zu beruhigen, schleift sie weiter ihr Schwert und beobachtet dabei die schmalen Wege zwischen den verschiedenen Zelten. Als sie ins Firmament schaut, kann sie die sich langsam wieder auseinander bewegenden Monde erkennen – es dämmert.
Nach einer Weile beendet Dine ihre Wache und geht zu Tilion, der allem Anschein nach am erholtesten aussieht. Sofort nachdem Dine ihn an der Schulter berührt, schlägt Tilion die Augen auf. „Ist schon so weit?“, fragt Tilion. Dine, die von Tilions blitzartigem Aufwachen etwas erschrocken wirkt, möchte an ihn nun die Wache übergeben, weil sie sich unbedingt ausruhen muss. „Du hast dir die Ruhe verdient. Ich hoffe, du kannst sie finden“, sagt Tilion zu ihr. Bevor sich Dine schlafen legt, überreicht sie dem Seeelf das Flugblatt, welches er sich nachdenklich ansieht. Hatae zufolge dürfte die Sitzung des Rates nicht vor Mittag stattfinden[1]. Bis dahin sollten alle Helden ausgeruht sein, meint Tilion. Daraufhin legt sich die müde Paladin-Frau auf ein Bett und schließt die Augen, wobei sie den Beutel mit den Götterreliquien fest in ihren Armen hält. Tilion setzt sich an den Zelteingang. So langsam kommt Bewegung in die Zeltsiedlung rein, als es anfängt heller zu werden. Mit der Helligkeit des Tages steigen auch die Temperaturen deutlich an. Tilion hält seine Wache im Schatten des Zeltvordaches. Er kann beobachten, wie einige Ansässige in Arbeitskleidung sich in Richtung von Tor Sai bewegen. Wieder andere Leute, die die in den Straßen herumwehenden Flugblätter aufgehoben haben, sammeln sich in kleinen Grüppchen zusammen und scheinen aufgeregt miteinander zu reden. Obwohl Tilion weiß, dass mit letzter Nacht jener Zeitraum endete, an dem der Scheinläufer unterwegs ist, kann er noch keine Reisenden aus Richtung der Scheinwüste ausmachen.
Als er ungefähr in die Richtung von Tor Sai schaut, bemerkt er eine ihm bekannte Tabaxi-Frau, die sich in den Zeltgassen umsieht und nach jemanden zu suchen scheint. Es ist die Tabaxi, der Tilion gestern im Turm Za begegnet ist[2]. Tilion macht sie auf sich aufmerksam. Sie geht gezielt auf ihn zu und stellt sich vor: sie heißt Wing und ist die Leibgarde von Riadon. Wing hat den Helden etwas von Hatae und Riadon mitzuteilen. Tilion bittet sie ins Zelt hinein. Er weckt Dine und Kato auf – nur bei Jaya bleiben Tilions Weckversuche erfolglos. Während Kato mit Brot vor Jayas Nase fuchtelt, welches sich das Halb-Tabaxi-Mädchen verschlafen schnappt und daran knabbert, schüttelt Dine an Jayas Füßen. Vergeblich – einigermaßen wach bleibt Jaya trotzdem liegen.
Wing berichtet, dass Hatae eigentlich selbst kommen wollte, es aber zu einem Zwischenfall gekommen ist– ein Satz, der Jaya augenblicklich aus dem Bett bringt. Sofort fragt Dine die Tabaxi, ob es Hatae gut geht. Verlegen antwortet Wing, dass Yaromir aufgrund der gestrigen Ereignisse auf der Hochebene festgenommen wurde. Sie soll heute dem Rat von Hintarak vorgeführt werden. Hatae ist nach Yaromirs Festnahme mit ihr mitgegangen und will bei der Ratssitzung mit dabei sein. Deswegen bat sie Wing darum, die Helden darüber zu berichten. Der Rat verlangt auch nach den Helden, weil sie wichtige Augenzeugen von den gestrigen Ereignissen sind. Dine macht sich Vorwürfe, hätte sie sich doch denken können, dass Yaromir festgenommen wird – sie war aber zu erschöpft, um gestern noch klar denken zu können. Auch Jaya kommt nicht umhin zu erwähnen, dass die Helden wie schon beim Fest in Krathas nur Unglück zu bringen scheinen (siehe Zitate). Wing richtet den Helden aber von Hatae aus, dass sie bezüglich Yaromirs Verhaftung keine Schuld trifft und sie sich nicht dafür schuldig geschweige denn verantwortlich fühlen müssen – weiß doch Hatae um das Schuldbewusstsein der Helden[3][4] (siehe auch Episodenartikel). Trotz der Tatsache, dass auf der Hochebene gefühlt hundert andere Soldaten der “Brigade“ anwesend und somit auch Zeugen waren, wollen die Ratsmitglieder eine Aussage von den Helden, welche ja sowohl im Turm als auch dann vor der Wolfsgestalt und somit mitten im Geschehen waren (siehe Zitate). Anscheinend sind die Helden die einzigen Zeugen „mit Hirn“ gewesen, bemerkt Jaya frech. Wing gibt den Hinweis, dass die Anwesenheit der Helden beim Rat nicht verpflichtend ist – den Helden steht es frei, anderen oder, nach Hataes Worten, wichtigeren Dingen nachzugehen. Sollten sie sich aber dafür entscheiden, bei der Ratssitzung dabei zu sein, so müssten sie sich um 12:30 Uhr im Bezirk Peren einfinden. Dort steht das Haus des Rates. Wing würde vor dem Hauseingang auf sie warten. Dine fragt Wing nach dem Flugblatt, welches sich nun auch Jaya und Kato verwundert anschauen. Diese Flugblätter haben Herr Gallano und einige seiner Mitarbeiter gestern massenweise in der Stadt und bei den Siedlern verteilt. Gallano war es auch, der die für das gestrige Chaos verantwortliche Person– sprich Yaromir – vor den Rat gestellt sehen will. Die auf dem Flugblatt erwähnte Ratssitzung ist dieselbe, welche heute stattfinden soll. Laut Wing werden die Ratssitzungen normalerweise so aufgeteilt, dass der Sachverhalt bzw. die Befragungen zuerst nur im kleinen Kreis mit den fünf Ratsmitgliedern besprochen wird und erst danach die Öffentlichkeit, sprich die Stadtbevölkerung, mit in die Sitzung einbezogen wird.
Wing berichtet weiter, dass Riadon Informationen „zum Wasser“ hat[5], wenn auch Wing nicht genau weiß, was er damit gemeint hat, aber sie hatte den Auftrag, dies den Helden mitzuteilen. Tilion fragt die Tabaxi, wo sich Riadon bis zum Beginn der Ratssitzung aufhält. Er ist im Turm Za und bereitet sich auf die Sitzung vor, antwortet die Tabaxi. Unsicher schauen sich die vier Helden gegenseitig an. Was sollen sie jetzt machen?
Zwiespalt im Doppelpack
Wing muss sich verabschieden, denn auch sie wurde als Zeugin vor den Rat geladen – etwas war ihr sichtlich unangenehm ist. Die Helden bedanken sich bei ihr, woraufhin Wing das Zelt verlässt.
Die Helden sind angesichts von Yaromirs Verhaftung sichtlich niedergeschlagen. Jaya hatte gestern noch darauf vertraut, dass man in Yaromir immer noch die Leibwache von Hatae sehen würde. Tilion ging davon aus, Yaromir würde verdeckt bleiben. Aber ihrer beider Hoffnung wurde enttäuscht. Es liegt für die Helden auf der Hand, dass die „Brigade“ und auch der Rat die Explosionen im Turm und Yaromirs Auftritt als riesiger Kojotenwolf in einem Zusammenhang sehen, obwohl beides faktisch nichts miteinander zu tun hatte. Aber wie kann man das dem Rat begreiflich machen? Die Aktion der Helden wird die Gefahr, die die Soldaten in Yaromir sehen, nicht geschmälert haben, selbst ab dem Zeitpunkt nicht, als sich Yaromir wieder in ihre menschliche Gestalt zurückverwandelt hat, schlussfolgert Jaya (siehe Zitate). Tilion kann nicht ausschließen, dass Gallano die Ereignisse der letzten Tage ausnutzen möchte, um selbst Einfluss zu gewinnen – hierbei hält Tilion demonstrativ das Flugblatt hoch (siehe Zitate). Trotzdem kommt Tilion nicht umhin anzunehmen, dass, während alle mit der Ratssitzung beschäftigt sind, die Blutjaspis dies ausnutzen wird, um ein Vorhaben durchzuziehen. Deshalb würde Tilion gerne nach dem verlorenen Wasser suchen und damit die Spur von Erwin und dem gestohlenen Schwert von Rey aufnehmen, während alle anderen im Rat sind (siehe Zitate). Jaya wirkt von Tilions Vorschlag überzeugt, wenn sie auch vorher wissen will, was Riadon über das verlorene Wasser herausgefunden hat. Dine dagegen zaudert. Sie befürchtet, wenn die Helden die Stadt betreten und erkannt werden, sie sich der Ratssitzung dann kaum noch entziehen werden können. Daraufhin schlägt Tilion vor, sich gar nicht erst entdecken zu lassen, was Dine aber nicht zu überzeugen scheint, mal abgesehen davon, dass sie ungern Erwin zwei weitere Reliquien bringen möchte. Überdies ist es denkbar, dass die Kontrollen an den Toren seit dem gestrigen Vorfall strenger als sonst sein dürften. Angesichts dessen wäre selbst Dines magische Box kein ausreichender Schutz. Dine findet es auch nicht richtig, Yaromir nach allem hängen zu lassen. Kato stimmt ihr zu. Wenn die Helden sie jetzt im Stich lassen, wird sie für alles die Schuld bekommen. Aber was können die Helden im Rat sagen, fragt Jaya unsicher und fügt hinzu, dass selbst die Helden Yaromir anfangs verdächtigt haben. Dine meint, dass man zumindest versuchen könnte, alles richtig zu stellen. Aber wären damit die Helden nicht noch mehr auf dem Präsentierteller, so Jaya. Tilion sieht in der an die Helden herangetragenen Einladung zur Ratssitzung alles andere als eine freundliche (siehe Zitate). Dine ist hin und hergerissen: einerseits findet sie es nicht richtig, in die Stadt zu gehen und verweist dabei auf Yaromirs beunruhigende Erinnerung, andererseits möchte sie Yaromir unbedingt helfen, verdient doch die Bevölkerung die Wahrheit über die Geschehnisse (siehe Zitate). Sollten die Helden vor dem Rat aussagen, so wäre es auf alle Fälle wichtig, zum Schutz der Reliquien diese nicht zu erwähnen, sagt Tilion, was Dine sichtlich in Erstaunen versetzt – solche Worte hätte sie nicht von ihm erwartet. Die Erwähnung der Blutjaspis dürfte nur insofern vonnöten sein, um klarzumachen, dass Yaromir nichts mit dieser zu tun hat. Yaromir wollte Hatae helfen und nicht die Stadt angreifen. Schwieriger dürfte es allerdings werden, das Wabern zu erklären, was zusätzlich durch den Umstand erschwert wird, dass sich Yaromir dies nicht einmal selbst erklären kann. Abgesehen davon wurde sie zehn Jahre lang für tot gehalten und jetzt ist sie wieder am Leben – auch schwierig zu erklären, wie sich die Helden eingestehen müssen.
Tilion bringt einen weiteren Vorschlag ein: die Helden könnten versuchen, Yaromir aus der Haft zu befreien, bevor die Ratssitzung stattfindet. Jaya wäre absolut dabei. Dine ist aber kategorisch dagegen und wirft Jaya einen vorwurfsvollen Blick zu (siehe Zitate). Die Paladin-Frau will sich nicht nochmals einsperren lassen und selbst wenn Tilion ihr versichert, es nicht dazu kommen zu lassen, so kann sie nur auf das bisherige „Glück“ der Helden dahingehend verweisen.
Wasserversorgungssystem
So schwierig es gerade ist, eine Entscheidung zu fällen, so sind sich die Helden einig darüber, zuerst Riadon via Nachrichtenstein zu kontaktieren und ihn herzubitten, damit er den Helden die Informationen über das Wasser geben kann. Es bleibt noch eine Stunde bis zur Ratssitzung. Riadon dürfte es noch am leichtesten fallen, aus und in die Stadt zu kommen ohne großartig Aufmerksamkeit zu erregen.
Gesagt, getan: Jaya nutzt eine ihrer drei Nachrichten-Magiemünzen für den Stein und Tilion bittet Riadon so unauffällig wie möglich zu ihnen in die Zeltsiedlung zu kommen. Eine Minute nachdem die Nachricht abgeschickt wurde, ertönt aus dem Stein „Auf dem Weg.“
Während sie auf Riadon warten, packt Tilion die Sachen von sich und seinen Gefährten zusammen – etwas, was durch Jayas unruhiges Herumgewusel ein klein wenig gestört wird. Dine stellt sich vor das Zelt und hat sich trotz der Tageshitze ihren dicken Mantel über die Rüstung gezogen, um nicht aufzufallen. Nach etwa einer Viertelstunde sieht sie den vermummten Riadon aus dem Tor kommen. Dine winkt ihm zu und geht mit ihm ins Zelt rein. Zuallererst bedankt sich Riadon bei den Helden, dass sie seine Tochter heil wieder zurück gebracht haben. Er steht auf ewig in ihrer Schuld, dass sie ihr und Yaromir geholfen haben. Er berichtet, dass Gallano letzte Nacht sehr zügig darin war, die anderen Ratsmitglieder in die gestrigen Vorgänge einzuweihen und die Verhaftung der „Schuldigen“ zu veranlassen. Die Verhaftung ist so abgelaufen, dass die Wachen am Tor sie haben festnehmen müssen, selbst wenn es Wachen waren, die Yaromir noch gekannt haben. Aber nicht nur Yaromir, sondern auch Carric Lathalas wird vom Rat befragt werden, um Zusammenhänge veri- oder falsifizieren zu können. Hierbei erwähnt Riadon, dass er im „Haus der heilenden Künste“ war, wo ihm gesagt wurde, dass bei Carric tatsächlich Erinnerungslücken festgestellt werden konnten. Es scheint aber der Fall zu sein, dass er sich trotzdem noch an Teile erinnern kann. Eine Befragung vor der Ratssitzung dürfte aber sehr schwierig sein, so Riadon. Die Helden befürchten, dass Carrics Leben in Gefahr sein dürfte, wenn bekannt wird, dass er seine Erinnerungen wiedererlangt; dies erst recht aufgrund des Umstands, dass das „Haus der heilenden Künste“ darüber mit dem Rat in Kontakt ist.
Riadon hat nun Informationen zu dem abgeflossenen Wasser. Hierfür händigt er an jeden der Helden eine Karte aus, welche das unterirdische Wasserversorgungsnetzwerk von Hintarak darstellt (siehe Anhang). Er erklärt dazu, dass Hintarak von einem unterirdischen Aquädukt mit Wasser versorgt wird, der das Wasser von den Bergen jenseits des Canyons und der Wüste in die Stadt leitet. Der Aquädukt verläuft unter dem Bezirk Gar und mündet in zwei großen Zisternen direkt neben der Firma Loro. Von dort aus wird das Wasser sowohl in die Produktionsstätte als auch in die anderen Stadtbezirke geleitet. Wassertürme sorgen dafür, dass der Druck stadtweit aufrecht erhalten bleibt. Um die Instandhaltung der Wasserleitungen zu gewährleisten, sind an ein paar Abschnitten Inspektions- und Belüftungsschächte angelegt worden, über die die unterirdischen Leitungen kontrolliert werden können. Riadon hatte Leute zum Inspektionsschacht südlich von Bezirk Ridaro geschickt, um dort die Leitungen zu überprüfen. So konnte herausgefunden werden, dass das verlorene Wasser irgendwo zwischen dem Wasserturm im Bezirk Birel und dem Wasserturm in der Nähe von Tor Rael abgeflossen sein muss. Riadons Leute, die sich letzte Nacht durch die engen Schächte beim Wasserturm im Bezirk Birel zwängten, konnten den Abflussort noch etwas weiter eingrenzen: irgendwo zwischen dem Inspektionsschacht im Bezirk Birel und dem Tor Rael, also im Bereich des Großmarktes. Während andere in der Firma Loro noch von einem Leck ausgehen, so bezweifelt dies Riadon angesichts des ungewöhnlich hohen Wasserverlustes von vor einer Woche. Er behielt diese Information allerdings erstmal für sich.
Die Wasserschächte sind begehbar, aber wie schon erwähnt sehr eng – man muss sich schon durch die etwa einen halben bis zwei Meter großen Schächte hindurchzwängen. Für Tilion kann es mal kein Zufall sein, dass vor kurzem das Wasser verschwunden ist und gleichzeitig die Blutjaspis sich hier in Hintarak aufhält. Riadon hat auch noch niemanden losgeschickt, um weiter zu inspizieren – zum einen muss er selbst bei der baldigen Ratssitzung anwesend sein, zum anderen wäre er bei einer etwaigen Order an die „Brigade“ verpflichtet, dem Rat darüber Bescheid zu geben. Dine fragt Riadon, ob er Priester Erdan über die Beibehaltung des Plans informiert hat, was Riadon bejaht – allerdings ohne ihm zu sagen, dass Dine die Reliquien hat. Es wurde anberaumt, den Plan nach der Ratssitzung vonstattengehen zu lassen. Wann die Ratssitzung zu Ende gehen wird, ist aber unklar. Die Hohepriesterin Glim weiß zwar, dass die Reliquien nicht mehr im Turm und im Besitz von Dine sind, aber Riadon zufolge muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass sie das ihrem Freund Gallano erzählt hat. Die Helden und insbesondere Dine können dies nur hoffen. Über Gallano weiß Riadon so viel zu berichten, dass dieser eine doch extrem konträre politische Schiene im Gegensatz zu ihm und Hatae fährt. So setzt er sich für eine strikte Isolation der Stadt ein, bei der der Handel von außen auf die Zeltsiedlung begrenzt und die Siedler und Leute von außerhalb nicht in die inneren politischen Angelegenheiten involviert sein sollen. Die anderen Ratsmitglieder haben noch keine feste Meinung dazu. Mit dem Rat sei aber grundsätzlich immer zu reden, versichert Riadon gegenüber den skeptischen Helden. Wie er im Falle Yaromirs entscheidet, hängt halt stark davon ab, was ihm bei der Sitzung gesagt wird. Riadon versichert, Hatae werde nichts erwähnen, was mit den Helden zu tun hat. Tilion teilt Riadon das aktuelle Dilemma mit: zwar wollen die Helden verhindern, dass Yaromir als Sündenbock abgestempelt wird, andererseits gefährdet ihre Präsenz in der Ratssitzung ihre bisherigen Pläne, was den Schutz der Reliquien und der Kampf gegen die Blutjaspis betrifft (siehe Zitate). Riadon kann dem sein vollstes Verständnis entgegen bringen und weist darauf hin, dass sich die Helden alles andere als verpflichtet fühlen müssen, beim Rat zu erscheinen – Riadons Familie steht in der Schuld der Helden nicht andersrum. Auf den Hinweis von Dine, sich jetzt nicht präsentieren zu wollen, macht Riadon den Vorschlag, die Helden mittels eines Minenwagens in die Stadt schmuggeln zu lassen, so wie die Helden gestern Yaromir aus der Stadt gebracht haben. Die Helden stimmen zu.
Damit steht den Helden drei Möglichkeiten zur Auswahl: 1. Sie begeben sich in die unterirdischen Wasserschächte und suchen den Ort des verlorenen Wassers und damit Erwins Versteck; 2. Sie nehmen an der Ratssitzung teil und retten abermals Yaromir; 3. Sie lassen Hintarak hinter sich und machen sich auf die Reise nach Chandras.
Wie werden sich die Helden entscheiden?
Don’t Split the Party
Das Angebot, sich mittels Minenwagen in die Stadt schmuggeln zu lassen, nehmen die Helden an. Riadon wird selbiges veranlassen und Wing dafür instruieren. Riadon muss nun los, hat er doch selbst noch Vorbereitungen für die Ratssitzung zu treffen. Bevor er sich aufmacht, fragt Dine ihn noch, wie lange der Zauber der Box, in der die Reliquien aufbewahrt sind, noch anhalten wird. Riadon antwortet, dass es noch 6 Tage sein müssen –entsprechend der Reisedauer, die die Helden für Chandras benötigen würden, wenn sie sich beeilen. Könne dies noch verlängert werden, fragt Dine. Riadon zufolge kann der Zauber noch auf maximal zwei bis drei Tage erweitert werden, wobei er dies auch erst nach der Ratssitzung in die Wege leiten kann.
Je mehr die Helden nachdenken, desto mehr kommen sie zu dem Schluss, dass es besser ist, wenn sie sich aufteilen (siehe Zitate). So könnte beiden Aufgaben genüge getan sein: die Rettung Yaromirs und die Aufspürung von Erwin, dem Schwert und der Blutjaspis. Wenn es ihnen gelingen sollte, sowohl die Blutjaspis aufzuspüren als auch den Rat von den wahren Umständen zu überzeugen, wäre dies ein guter Plan. Zur Not hätte Riadon oder Hatae immer einen Nachrichtenstein bei der Hand, um die Helden in den Schächten zu kontaktieren.
Die Helden vernehmen, wie vor dem Zelt etwas Schweres hingeschoben wird. „Ist da!“ vernehmen sie vor dem Zelt, was zweifelsohne bedeutet, dass der von Riadon versprochene Minenwagen da ist. Die Zeit drängt – nur noch eine halbe Stunde bis zum Beginn der Ratssitzung.
Auch wenn Tilion Herr Gallano gerne seine Meinung geigen will, ist die Ratssitzung kein Umfeld, in dem er sich gerne sehen möchte. Auch Jaya ist in einem solchen Raum unwohl zumute, hat sie doch nicht das Gefühl, überzeugend auf den Rat einzuwirken. Einer Gesegneten wie Dine dagegen dürfte es gelingen, dass ihr Wort im Rat Gewicht hat. „Es ist das Richtige zum Rat zu gehen. Ich bin dabei!“, sagt Kato und willigt ein, mit Dine zusammen dem Rat vorzutreten. Jaya findet sie beide als die Richtigen, dies zu tun, waren sie doch überzeugend genug, sie selbst vor der Suspendierung von der Stadtwache zu bewahren[6]. Kato möchte nur, dass Jaya und Tilion aufpassen (siehe Zitate). Die Helden vereinbaren das Tor Sai als Treffpunkt nach der Ratssitzung. Sollte eine der Gruppe nicht dort auftauchen, so würden Jaya und Tilion ihre Gefährten aus der Sitzung rausboxen oder Dine und Kato ihrerseits in den Schächten nach dem Rechten sehen.
Die Helden gehen aus dem Zelt raus und setzen sich in den von Wing bereitgestellten Wagen. Sie wollen zuerst im Bezirk Birel Halt machen, wo Tilion und Jaya aussteigen werden. Danach begibt sich Wing mit Dine und Kato zum Bezirk Peren.
Wing passiert ohne Zwischenfälle das Tor Sai, wo die Wachen sie sofort erkennen. Kurz darauf klopft die Tabaxi an die Seite des Wagens und sagt: „Wir sind in Birel!“
Anhang
Zitate
Dine: Natürlich haben sie Yaromir festgenommen! Och…ich…ich hab gestern nicht mehr denken können.
Jaya: Das kann doch nicht sein! Wieso wiederholt sich Krathas immer wieder?!
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Wing: Der Punkt ist nur, es gab nur wenige Augenzeugen dieses Vorfalls und natürlich wurde schon berichtet, dass ihr Teil dieser Augenzeugen seid, obwohl man euch aus er Stadt…
Tilion: Aber es waren doch hunderte Wachen da. Wie kann es dann wenig Augenzeugen geben?
Wing: Naja, die waren da, aber ihr seid ja wohl voll mit in diesem Geschehen gewesen und habt ja…tja…einerseits im Turm geholfen und andererseits euch vor diesem Wolf gestellt oder die ganze Brigade aufgehalten, etwas zu tun. Also, man ist jetzt nicht so uninteressiert, eure Meinung zu der ganzen Sache zu hören.
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Jaya: Und die ganzen Wachen, die da waren, die haben ja halt eine Gefahr gesehen, drauf geschossen und dann waren wir da und waren so…also, auch dass sie sich zurückverwandelt hat, heißt für die immer noch nicht, dass es keine gefährliche Person ist.
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Tilion: Ja, es ist wichtig, dass der Rat natürlich versteht, dass Yaromir nicht angegriffen hat und auf der anderen Seite vor allem nichts mit der Explosion im Turm zu tun hatte. Es wird nur…jedes Geschehen der letzten Tage wird natürlich von diesem Gallano benutzt, um Einfluss zu gewinnen.
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Tilion: Mich treibt aber zugegeben ein anderer Gedanke um. Wenn ich Teil der Blutjaspis wäre, dann würde ich mein Vorhaben an den Zeitpunkt legen, an dem alle anderen im Kreis sitzen und reden. (…) Und deshalb möchte ich in die Minen und das verlorene Wasser finden und womöglich Erwin und das Schwert, und zwar während Gallano und seine lieben tollen Leute auch nur im Ansatz versuchen zu verstehen, worum’s hier wirklich geht.
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Jaya: Und vor allem was können wir denn sagen?
Dine: Wir können Yaromir nicht jetzt doch einfach im Stich lassen, nach all dem!
Kato: Sie wird für alles die Schuld kriegen.
Jaya: Ich mein, selbst wir haben sie verdächtigt.
Dine: Wir können immerhin versuchen, es richtig zu stellen.
Jaya: Wir sind dann…noch mehr auf dem Präsentierteller.
Tilion: Ich werde einfach das Gefühl nicht los, (…) dass die Einladung keine freundliche Einladung bleibt.
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Dine (unsicher): Ich weiß nicht, ob die Stadt zu betreten gerade das Richtige ist. (seufzt) Ach, ich weiß es nicht. Ich möchte Yaromir helfen. Ich möchte das richtig stellen und ich finde, die Bewohner verdienen auch eine Aussage von uns, die korrekt ist. Aber…ich…in Yaromirs Erinnerung habe ich gesehen, dass Erwin und die Blutjaspis alles haben, was sie brauchen, und das macht mir einfach Angst, diese Aussage.
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Dine: Ich wiederhole mich! Was lernst du in deiner Ausbildung, Jaya?!
Jaya (kleinlaut und keck): Vieles…wenn man zuhört.
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Tilion (zu Riadon): Uns liegt grundsätzlich am Herzen, dass keine falschen Schuldigen vom Rat gefunden werden. Sprich Yaromir als Sündenbock für die Vorkommnisse in der Stadt zu nehmen, halten wir für falsch und möchten das gerne verhindern…haben aber Sorge, dass das unseren eigentlichen Kampf in Gefahr bringt.
Riadon: Versteh ich!
Tilion: (zu seinen Gefährten): Wir müssen eine Entscheidung treffen! Stellen wir uns der Ratssitzung oder jagen wir Erwin in den Schächten?
Dine: Oder gehen wir? Wir haben das Dilemma, dass wir uns jetzt vielleicht nicht präsentieren wollen.
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Jaya: Ich mag den Gedanken nicht, aber vielleicht sollten wir uns aufteilen und gleichzeitig an beiden Orten sein.
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Kato: Aber ihr versprecht uns eins: Ihr passt auf!!
Trivia
- Zeittechnisch stellt diese Folge die längste dar, die es bisher in ADUST gegeben hat.
- Jaya schnurrt, wenn sie tief und fest schläft.
- Tor Sai ist zwei Zeltreihen von dem Zelt entfernt, in dem die Helden sich aufhalten. Durch den Zelteingang blickt man aber in die vom Tor entgegengesetzte Richtung.
- Tilion braucht nur 4 Stunden Schlaf, um komplett ausgeruht zu sein (long rest).
- Eine weitere Fähigkeit von Tilion scheint zu sein, dass er, während er schläft, Personen sofort bemerkt, die sich ihm nähern.
- Tilion hat während seines Schlafs wieder die „Pharao-Haltung“ eingenommen. Des Weiteren hat er diesmal oberkörperfrei und mit offenem Haar geschlafen.
- Die „bettigen“ Betten sehen auf den Bildern wie Feldbetten aus.
- In dieser Folge wird das Level der vier Spielecharaktere bestätigt: alle sind auf Level 4[7].
- Wing ist nicht oft in der Zeltsiedlung und kennt sich daher dort nicht so gut aus.
- Für Jaya ist ungewohnt, einmal nicht als Angeklagte, sondern als Zeugin auszusagen.
- Herr Gallano und seine Mitarbeiter waren lang unterwegs, als sie die Flugblätter verteilt haben.
- Der Nachrichtenstein ist nicht an eine einzige Person gebunden, sodass alle hineinsprechen können.
- Alex dachte, dass die Existenz der Blutjaspis ein allseits gehütetes Geheimnis in Destrya ist, was Celine durch Dines Aussagen gegenüber Personen in Briska und Windfurcht klar verneint.
- Riadon war auffällig unauffällig in der Zeltsiedlung.
- Als Yaromir in ihrer Kojotengestalt auf die Hochebene hochgeklettert ist, hat sie dabei wohl ein paar Wasserdampfrohre beschädigt, was den aufgestiegenen Dampf erklärt[8].
- Die Wasserleitungen von Hintarak werden Riadon zufolge alle paar Monate kontrolliert.
- Es ist das erste Mal in der Geschichte der Pen and Paper Formaten der B4Pixel, dass sich die Spielecharaktere aufteilen.
- Off-Character hat Hans eigentlich überhaupt keine Lust, zu der Ratssitzung zu gehen.
- Die Idee, dass Peanut mit Tilion und Jaya mitkommt, wird dann doch verworfen. Peanut verbleibt bei Kato und könnte im Fall des Falles als Scout für ihn dienen, sollte er sich aus der Ratssitzung „ausklinken“.
Quellen
- ↑ „Nur zu Recherchezwecken“ (61), 25:50 (YouTube)
- ↑ „Zwischen Vätern und Verrätern“ (38), 14:03 (YouTube)
- ↑ „Das Dilemma“ (55), 19:23 (YouTube)
- ↑ „Das Dilemma“ (55), 01:01:55 (YouTube)
- ↑ „Bis in die Unendlichkeit“ (44), 21:29 (YouTube)
- ↑ „Vergeben und Vergessen?“ (13), 25:33 (YouTube)
- ↑ „Gefahr im Verzug“ (62), 12:14 (YouTube)
- ↑ „Schnapp sie dir alle!“ (37), 14:53 (YouTube)