| Episode | 64 (Staffel 4, Folge 6) |
| Premiere | 17.02.2026 |
| Dauer | 50:00 |
| Link | YouTube |
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Chronologie
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Einspruch! ist die sechste Folge der vierten Staffel von ADUST. Dine und Kato sind zusammen mit Wing ins Haus des Rates gegangen, um für Yaromirs Unschuld bei den gestrigen Ereignissen auf der Hochebene einzustehen. Werden sie den Rat überzeugen können?
Handlung
Die Sitzung ist eröffnet
Die Flügeltüren öffnen sich. Links tritt Herr Gallano ein. Er sieht merklich angespannt aus. Von rechts betreten zuerst ein Dunkelelf mit langen dunkelbraunen Haaren, eine Gnomin mit Monokel und dunkelblauem Zylinder, eine Dunkelelfe mit kurzen weißen Haaren und zuletzt ein Halb-Elf mit rotbraunen Haaren den Saal. Die fünf Ratsmitglieder nehmen an dem U-förmigen Tisch Platz. An den Flügeltüren postieren sich Wachen der “Brigade“, darunter auch Felix. Dine hat sich ihren Mantel abgelegt, um sich als Gesegnete offen zu zeigen. Hinten öffnet sich die Tür und Hohepriesterin Glim kommt in den Saal. Dine fängt ihren Blick. Die Hohepriesterin nickt Dine nur zu und nimmt daraufhin in jener Sitzreihe Platz, in der auch Jean Baptist sitzt. Wie Glims Nicken oder das Setzen neben Baptist wohl zu deuten ist?
Herr Gallano eröffnet die geschlossene und außerplanmäßige Ratssitzung; letzteres bringt er mit einem gewissen Unterton zum Ausdruck. Das Anliegen der Sitzung sind die gestrigen Ereignisse rund um den Turm Za. Mit einem Ausdruck von Verwunderung stellt Gallano fest, dass mehr Vorgeladene zur Sitzung erschienen sind, als er vorher erwartet hat – sein Blick schweift dabei in Richtung der beiden Helden. Carric Lathalas wird als Hauptangeklagter erwähnt, wobei Yaromir Beihilfe geleistet haben soll. Der gestrige Vorfall soll zuerst hier in der internen Sitzung besprochen und erst danach an die offene Sitzung herangetragen werden (siehe Zitate). Gallano selbst ist der festen Meinung, dass der Vorfall als direkter und vorsätzlicher Angriff auf Hintarak zu werten ist (siehe Zitate). Während Riko Giliat[Schreibweise?], der rothaarige Halb-Elf, nickt und damit Gallano demonstrativ zustimmt, halten sich die drei anderen Ratsmitglieder in ihrer Mimik und Gestik zurück. Der Halb-Elf holt Stift und Papier hervor und beginnt zu schreiben – offenbar um die sich nun anbahnende Anhörung zu protokollieren.
Zunächst überprüft Herr Gallano die Anwesenheit aller zur Anhörung vorgeladenen Personen: mit den Ratsmitgliedern werden acht weitere Personen aufgerufen, sich zu melden, so auch Dine und Kato.
Nachdem diese Formalität vonstattengegangen ist, bittet Herr Gallano als erstes die Hohepriesterin Glim in den Zeugenstand. Herr Gallano stellt die Frage: „Bevor der Turm explodiert ist, was hast du…“, Gallano hält kurz inne und korrigiert sich, „…was haben Sie da mitbekommen?“ Glim antwortet, dass sie bis zu den Explosionen nichts mitbekommen hat. Sie war im Tempel von Karash und war ihren alltäglichen Arbeiten nachgegangen. Erst Hataes Erscheinen im Tempel habe sie auf die Ereignisse, so auch auf das Wolfswesen, aufmerksam gemacht.
Als nächstes wird Riadon Cardonell nach vorne gebeten. „War Ihnen bewusst, dass an jenem Tag ein Anschlag auf den Turm Za geplant war?“, fragt Gallano. Riadon verneint. Gallano fragt weiter: „Haben Sie den Angreifer in den Turm gelassen?“ Riadon bejaht. „Wie kann es zu sowas kommen?“, fragt Gallano. Da Carric die einstige Leibwache von ihm war, so Riadon, hat er ihn natürlich empfangen wollen. Denn schließlich wisse Riadon zufolge jede hier anwesende Person, dass Carric über viele Jahre hinweg seine Leibwache gewesen war und dann vor zehn Jahren seinen Dienst quittiert hatte[1]. Riadon hoffte auf ein normales Gespräch mit Carric bei jenem Treffen im Turm, aber Carric griff ihn stattdessen an.
Nun wird Kato aufgerufen und Gallano fragt ihn: „Wie hat es Sie an dem Tag auf die Hochebene verschlagen? Dieser Bereich war abgesperrt!“ Er und seine Gefährten sind in Begleitung von Hatae auf die Hochebene gekommen, antwortet Kato. „Kanntet Ihr und Eure Gruppe Hatae vorher?“, bohrt Gallano nach. Kato gibt ein simples Nein zur Antwort.
Hatae wird um ihre Aussage gebeten. Herr Gallano deutet auf Dine und Kato und stellt die an Hatae gerichtete Frage: „Warum gewährt Ihr Zugang zu scheinbar Fremden auf die Hochebene?“ Hatae erklärt standhaft und selbstsicher, dass für sie die Tatsache, dass unter der Gruppe eine Gesegnete war und die Gruppe zum Tempel wollte, keinen Grund darstellte, sie nicht auf die Hochebene zu lassen.
Gallano ruft Dine auf, die sich selbstbewusst vor den Rat stellt. Gallano beäugt sie etwas skeptisch. „Von den Göttern gesegnet?“, fragt er. „Von der Göttin der Grünen Ebenen, korrekt!“, gibt Dine zurück. Unbeeindruckt stellt Gallano seine Frage: „Was hat Sie hier nach Hintarak verschlagen?“ Dine verweist in klaren Worten darauf, Priester Erdan aufgesucht zu haben, denn sie ist schon seit längerer Zeit einer Organisation auf der Spur, der Blutjaspis. Bei Erwähnung der Blutjaspis rückt Zaria Strakeln[Schreibweise?], die Gnomin, ihr Monokel zurecht und macht sich Notizen. Die Spuren der Blutjaspis führten sie und ihre Gefährten direkt nach Hintarak, führt Dine weiter aus. „Mhm…der Blutjaspis also?“, bemerkt Gallano verhalten. Er blickt kurz zu Kato rüber, der ihm ein Nicken entgegen wirft, um so Dines Worten Bestätigung zu geben. Die Helden sind also einer Organisation auf der Spur, die für den gestrigen Vorfall verantwortlich ist, fragt Gallano unbeeindruckt. „Mitunter, ja“, antwortet Dine und fügt hinzu, dass Carric Lathalas dem beipflichten wird, sollte der Rat ihn befragen wollen.
Erinnerungsfetzen
Nach einem Wink von Gallano geht Felix links durch die Tür und kurze Zeit später kommt er mit einem gefesselten Carric zurück. Der Wachsoldat führt den Hauptangeklagten auf das erhöhte Podest und drückt an einen Schalter an der Seite. Ein trapezförmiger Schutzschirm magischer Natur bildet sich um Carric und durch Ketten ist er innerhalb dieses Schirms fixiert – er kniet auf dem Podest und kann sich nicht mehr von der Stelle bewegen. Carric wirkt vollkommen neben sich und kichert vor sich hin.
„Carric Lathalas, ehemalige Leibgarde und Wache von Riadon Cardonell, richtig?“, fragt Gallano Carric, der die Frage hämisch grinsend bejaht. Gallano setzt fort: „Carric Lathalas, Sie werden unter anderem beschuldigt für einen Angriff auf den Turm Za, auf die Hochebene mit einem wolfsartigen Wesen und den Tod von Beaou Pelegrin verantwortlich zu sein! Wie haben Sie sich dazu zu äußern?“
Kichernd meint Carric, dass die Anklage „fast richtig“ ist. Eigentlich hätte wer anderes tot sein sollen und darüber hinaus hätte er auch viel mehr Leute gerne tot gesehen. Mit dem wolfsartigen Wesen aber habe er nichts zu tun gehabt. In einer Mischung aus Häme und Wahn spielt er seine Verantwortung herunter, wurde er doch zu seinen Taten genötigt, weil niemand ihm richtig helfen wollte, seinen Sohn Beiros zu finden. Er wirft dem Rat und allen Anwesenden vor, mitschuldig zu sein – bei diesen Worten blickt er nach hinten zu Dine, Kato und den anderen (siehe Zitate).
Bei Carrics Ausbrüchen geben die Ratsmitglieder ein leises Seufzen von sich. Demnach sieht er sich für die Geschehnisse verantwortlich, fragt Gallano Carric. Jener wiederholt, dass er nur mit der Wolfsgestalt nichts zu tun gehabt hat. Nicht einmal die Blutjaspis ist dafür verantwortlich, sagt er mit einem hämischen Grinsen und setzt fort, dass die Blutjaspis ihm eigentlich auch nicht richtig geholfen hat. Wenn der Rat etwas zur Blutjaspis wissen möchte, könne er ihn ruhig fragen, jedoch wisse er selbst kaum noch irgendetwas über deren Machenschaften (siehe Zitate). Bei diesen Worten wirft Carric einen provozierenden Blick auf den hinter Dine und Kato sitzenden Rael Kalim[Schreibweise?], dem Heiler aus dem „Haus der heilenden Künsten“. „Ist das wahr?“, fragt Herr Gallano den hinten sitzenden Rael[Schreibweise?]. Jener erhebt sich und bejaht dies mit der Bemerkung, dass Carrics Gedächtnis manipuliert worden ist. Ganz generell befindet sich Carric nicht in dem besten Zustand, so der Heiler. Ihm und den anderen Heilern ist es bislang nur gelungen, kleinere Bruchstücke von Carrics Gedächtnis wiederherzustellen. Über jene Erinnerungsfetzen mag aber Carric selber berichten, meint Rael[Schreibweise?].
Dies hörend ergreift Carric das Wort: „Mir wirklich egal, aber ich sag’s Ihnen trotzdem, weil ich meine, dann können Sie sich mit denen direkt unterhalten, ne?! So von Angesicht zu Angesicht, von denjenigen, die weder von der einen noch von der anderen Seite richtig helfen wollten, nicht wahr?! Also, vielleicht können Sie sich dann absprechen und…das in Zukunft besser machen!“ Hierauf erzählt Carric, dass die Blutjaspis bereits seit langem hier in Hintarak unterwegs ist, aber das einzige, woran er sich erinnern kann, ist ein Hinterzimmer eines Teeladens und ein Apothekerschränkchen, aus dem der Geruch nach etwas Geräuchertem zu vernehmen ist (siehe Zitate). Dine und Kato sowie alle Anwesenden sehen sich verwirrt an, während Carric dies kichernd vor sich her plappert. Am Ende fragt Carric den Rat mit provozierendem Ton, was der Rat nun machen will. Möchte er ihn einsperren lassen? Dann wendet sich Carric Dine zu und fragt sie hämisch, ob es nicht sogar eine göttliche Strafe für ihn gäbe, würde er dies doch begrüßen, könnte er so doch endlich einmal die Götter persönlich sehen. Dine bleibt Carrics provozierenden Blicken gegenüber standhaft.
Gallano bringt Carric durch Klopfen des Richterhammers zum Schweigen. Er gibt Felix einen Wink und Carric wird wieder abgeführt.
Zaria[Schreibweise?] kommt nicht umhin zu bemerken, dass hinter der ganzen Angelegenheit mehr zu stecken scheint, als allen bewusst ist. Riko Giliat[Schreibweise?] schaut von seinem Protokoll hoch und fügt der Bemerkung seiner Kollegin hinzu, dass dies nur einen Schluss zulasse, nämlich Hintarak komplett abzuriegeln und alle innerhalb der Stadt zu überprüfen (siehe Zitate).
Gallano gibt den Helden noch die Möglichkeit, dem bisher Gesagten noch etwas hinzuzufügen. Dine stellt sich wieder nach vorn und bestätigt Carrics Worte insofern, dass Yaromir mit ihm nicht in Verbindung steht. Gallano aber stellt die Frage, ob sie trotzdem die Stadt angegriffen hat. Dine erwidert, dass Yaromir weder etwas mit dem Anschlag zu tun hat noch vorhatte, die Stadt anzugreifen. Yaromir hatte gesehen, dass Leute aus dem Turm fallen, und wollte helfen, führt Dine unerschüttert aus (siehe Zitate). Herr Gallano scheint dies erstmal nur zur Kenntnis zu nehmen.
„Wir unterbrechen die Ratssitzung kurz“, sagt er schließlich und er und seine Ratskollegen erheben sich und verlassen den Saal.
Hatae bedankt sich bei den Helden für ihre Aussagen. Frau Louis wundert es, noch nicht gefragt worden zu sein. „Fragen Sie mich mal“, bemerkt die nahe ihr sitzende Wing. Riadon zufolge sei es öfters der Fall, dass manche Vorgeladenen nicht direkt befragt und wenn dann nur in schriftlichen Berichten auftauchen würden. Hatae und die Helden sind beunruhigt von dem offensichtlich gewordenen Umstand, dass Carric völlig den Verstand verloren hat. Dine wendet sich an Rael[Schreibweise?] und fragt ihn, ob sie noch mehr Erinnerungen zurückbekommen können. Aber der Heiler verneint. Im zufolge ist Carrics Psyche sehr stark mitgenommen. Zwar hat sich die Annahme der Helden bestätigt, dass Carrics Erinnerungen durch einen Blockade- oder Vergessenszauber manipuliert worden sind, aber jener Zauber, ob von Magiemünze oder nicht, ist Rael[Schreibweise?] völlig unbekannt. Das, was Carric eben erzählt hat, ist das einzige, was die Heiler rekonstruieren konnten. Hatae ist sichtlich nervös und gibt immer wieder ein „Ach, ihr Götter!“ von sich. Dine legt ihr die Hand auf die Schulter, um sie zu beruhigen.
Wortgefechte
Die Ratsmitglieder kehren zurück und die interne Sitzung wird fortgesetzt. Nun wird Yaromir in den Zeugenstand gerufen. Felix holt sie. Unter den mitleidigen und nervösen Blicken von Hatae und den beiden Helden wird die gefesselte Yaromir in derselben Vorrichtung festgekettet wie Carric zuvor.
Gallano stellt seine Frage an sie: „Yaromir Jackal[Schreibweise?], warum sind Sie da? In unseren Unterlagen stehen Sie als tot![2][3] Was soll das?“ Yaromir antwortet, dass sie es selbst nicht erklären kann. Sie weiß, dass sie eigentlich nicht hier sein dürfte. War es Absicht, dass sie nie tot und nach dem Übungseinsatz wieder aufgetaucht war, fragt Gallano und verweist dabei auf die Unterlagen, die er und die anderen Ratsmitglieder konsultiert haben. Yaromir verneint und meint, es selbst nicht zu verstehen (siehe Zitate). „Sie sind auch sehr gesprächig, ich merk schon!“, äußert sich Gallano etwas genervt. Er setzt fort: „Sehen Sie sich verantwortlich, als diese Wolfs-Schakal-Dämon-Was-auch-immer-Gestalt auf die Hochebene gekommen zu sein und dabei, naja, einige Rohre beschädigt und unseren Wachen einen wahnsinnigen Schreck eingejagt zu haben? Können wir das als Angriff auf die Stadt zählen?“ Yaromir erwidert, die Stadt nicht angegriffen zu haben und stattdessen dorthin gekommen zu sein, um Hatae und alle anderen, die vom Turm Za gefallen waren, zu beschützen. Sie ist nur leider zu spät gekommen, weil sie aufgehalten wurde, fügt Yaromir hinzu und blickt dabei herausfordernd in Richtung von Gallano und Kommandant Baptist (siehe Zitate).
Während Gallano seine Wut noch einigermaßen im Zaum halten kann, springt Baptist zornentbrannt auf. Dem Captain der „Brigade“ zufolge hat sich Yaromir weder zu erkennen gegeben, noch in irgendeiner Form klar gemacht, niemanden angreifen zu wollen. Baptist will eben noch auf Yaromirs „abartige Gestalt“ eingehen, als Dine von ihrem Sitz aufsteht und dem „Brigade“-Anführer laut entgegnet, ob sich Yaromir in einer Situation ausweisen hätte müssen, bei der Leute aus dem Turm fielen. Doch Baptist lässt sich nicht überzeugen und verweist auf Yaromirs einstige Mitgliedschaft in der „Brigade“, weswegen sie den geltenden Kodex, wie Hintarak zu betreten ist, hätte kennen müssen – als Dämon zu erscheinen, ist nicht Teil dieses Kodex. Dine hält energisch dagegen, dass Yaromir Unschuldige zu retten versucht hat; etwas, was eigentlich Baptists Aufgabe wäre, wie Kato nun ausruft, nachdem er sich ebenso wie Dine von seinem Stuhl erhoben hat. Gallano klopft energisch mit dem Richterhammer. Nachdem wieder Ruhe eingekehrt ist, wendet sich Gallano an den Captain: „Jean Baptist, Sie würden also sagen, dieses ehemalige Mitglied der ‚Brigade‘ und Leibgarde von Hatae Cardonell hat unsere Stadt angegriffen?“ Ein klipp und klares Ja vonseiten von Jean Baptist, der es überdies als fragwürdig ansieht, Yaromir noch als Person anzusehen. Dem folgen prompte Widerworte vonseiten Dines, laut der „diese Person“ ihr und ihren Gefährten mehrmals das Leben gerettet hat (siehe Zitate). Jean Baptists Kopf wird immer röter. Er behauptet, eher beim Turm gewesen und den dortigen Leuten geholfen zu haben, wenn „dieses Wesen“, sprich Yaromir, die „Brigade“ nicht aufgehalten hätte. Bei dieser Aussage muss Yaromir grinsen. „Ja klar! Weil Sie’s gesehen hätten, dass der Turm explodiert“, sagt sie in einem sarkastischen Unterton – ein Kommentar, der Baptist regelrecht zum Brodeln bringt, hätte er die Explosion doch vorher nicht ahnen können. Demnach mache Yaromir für Baptist keinen Unterschied und so oder so wären Leute gestorben, kommentiert Dine. Doch Baptist beharrt darauf, dass „dieses Wesen“ weggesperrt gehört, weil niemand weiß, wie „es funktioniert“. Dann müsse sie selbst auch eingesperrt werden, gibt Dine energisch zurück. Kato versucht noch beschwichtigend auf die Paladin-Frau einzuwirken – vergebens, Dine ist in ihrem Element! Baptist hält es für geradezu lächerlich, eine Gottgesandte einzusperren, sei doch zwischen einer solchen und einem Dämon ein Unterschied. Jedoch ist „Dämon“ ein Titel, den nur Baptist herumposaunt, so Dine (siehe Zitate). Nun schaltet sich auch Hatae ein, die von Baptists Aussagen immer wütender geworden ist – Yaromir ist kein Dämon, sondern ein Mensch, ruft Hatae aus (siehe Zitate). Kato entgegnet Baptist, dass es seine Aufgabe war, für die Sicherheit seiner Kadetten zu sorgen (siehe Zitate). Katos Kommentar wiederum trifft einen Nerv des „Brigade“-Anführers – Was habe das denn mit allem zu tun, ruft er aus. Das laute Wortgefecht wird von dem Klopfen von Gallano und den verwunderten Blicken seiner Ratskollegen begleitet. Gallano ist ebenso sichtlich verwirrt von Katos Kommentar.
Schließlich beruhigen sich alle wieder. Durch Gallanos energisches Klopfen fassen sich Dine und Kato und nehmen wieder Platz. Baptist ergreift abermals das Wort und weist darauf hin, dass er schon viele Jahre die Position des Captain innehat, so auch in jenem Jahr, als dieser Vorfall in der Scheinwüste passiert ist, und selbst da haben er und die „Brigade“ nach Protokoll gehandelt. Aber das hier, und Baptist deutet dabei auf Yaromir, ist nicht nach Protokoll (siehe Zitate). Dine sieht den Captain in die Augen und entgegnet ihm: „Und es war Protokoll, damals bei diesem Vorfall alle von der Mauer zu schicken und die Stadt unbewacht zu lassen?!“[4][5] Doch Baptist sieht sie verwirrt, ja geradezu perplex an. So einen Befehl haben weder er noch sonst irgendjemand in der „Brigade“ gegeben, versichert er und fügt hinzu, dass so ein Befehl auch sonst niemals gegeben wird, da die Mauern stets besetzt sein müssen. Dine und Baptist sehen sich beide irritiert an. Dann blickt Dine erwartungsvoll zu Yaromir, welche sich hierauf an Baptist wendet. Sie und die anderen wurden damals von der Mauer abgezogen, sagt Yaromir entschieden. „Nicht auf meinen Befehl hin!“, kontert Baptist bestimmt. „Dann haben Sie ihre Leute ja sehr gut im Griff“, murmelt Dine in einer Lautstärke, dass nur Kato es hören kann. Baptist wäre sogar dafür, dass auch jene Wachen dazu befragt werden, die damals dabei waren – er jedenfalls ist sich sicher, keinen solchen Befehl gegeben zu haben. Damals an der Mauer waren Priester Benito und Girmut Frostbart aus Krathas gemeinsam mit Beiros Lathalas, äußert sich Yaromir. Die Ratsmitglieder sehen sich alle völlig verwirrt an.
Für einen kurzen Moment ist es still im Saal, während sich die Ratsmitglieder immer noch verwirrt anschauen. Dann klopft Gallano mit dem Richterhammer und verlautet, dass die Sitzung kurz unterbrochen wird. Daraufhin verlassen die fünf Ratsmitglieder den Saal.
Dine und Kato vergewissern sich nochmal bei Yaromir, wer den Befehl zum Abzug von der Mauer gegeben hat. Wie sie den Helden bereits erzählt hat, kam der Befehl ganz sicher von Kommandant Frostbart. Jener hätte damals in der Wüste sein sollen, aber abgesehen davon fühlte sich der Befehl für Yaromir komisch an. Als sich die beiden Helden Baptist zuwenden, winkt dieser ab. Ihm zufolge würde Yaromir doch alles erzählen, nur um aus ihrer jetzigen Situation rauszukommen. Aber kam Yaromir nicht zurück, entgegnet ihm Kato. Kann man sich denn überhaupt sicher sein, ob es wirklich Yaromir ist, wirft Baptist in den Raum, woraufhin die beiden Helden mit einem selbstsicheren Ja antworten.
War Baptist denn schon einmal in der Wüste, während der Scheinläufer seine Runden gedreht hat, fragt Dine den Captain. Da jener nicht antwortet, wertet Dine dies als ein Nein und setzt fort, dass der Scheinläufer Visionen, Erinnerungen oder Einblicke in den Geist von Personen hervorrufen kann. Die Helden haben in Yaromirs Erinnerung blicken können, so Dine zu Baptist. Sie haben gesehen, wie Yaromir von der Mauer gestoßen wurde[6] – Dine erwähnt allerdings nicht Benitos Rolle dabei. Yaromir hat die Helden vor dem Scheinläufer gerettet und sie ist kein Dämon, sagt Dine. „Sondern ein Mensch“, fügt Kato hinzu.
Zitate
Gallano: Wir sind heute hier, um die außergewöhnlichen Ereignisse gestern rund um den Turm Za zu besprechen. Wir hatten gestern Abend ja schon eine kurze Sitzung. Ich habe alle Ratsmitglieder darüber in Kenntnis gesetzt, und wir haben heute, mehr als ich vorher dachte, Anwesende hier, die Zeugen dieses Vorfalls sind oder direkt darin verwickelt waren. Hauptangeklagt für diesen Vorfall ist Carric Lathalas, bekannt als ehemalige Leibgarde von Riadon Cardonell, ebenso anwesend, mit Beihilfe von Yaromir Jackal[Schreibweise?], ebenso festgenommen und zu befragen, genauso wie alle Anwesenden hier. Es handelt sich hierbei noch um die geschlossene Ratssitzung, danach geht’s ins große Plenum. Wir entscheiden allerdings, was wir dort alles noch besprechen werden.
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Gallano: Ich bin der Überzeugung, dass wir dies als einen direkten Angriff auf unsere Stadt zu werten haben, und zwar vorsätzlich!
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Carric (neben sich und kichernd): Ich hätte gerne noch mehr tot gesehen! Also, eigentlich ist der Falsche tot und das andere da mit diesem riesigen Wesen da, das war ich nicht, nein! Und außerdem weiß ich auch gar nicht, ob man mich so hauptverantwortlich dafür machen kann, weil ich meine…ich wurde ja dazu genötigt, weil keiner von euch mir helfen wollte, also seid ihr eigentlich alle Schuld! (hinter sich blickend) Ihr ALLE seid MIT daran schuld, weil niemand mir richtig helfen wollte, meinen Sohn zu suchen, also ja, hier bin ich!
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Gallano: Also, sehen Sie sich dafür verantwortlich?
Carric (neben sich und kichernd): Ja wie schon gesagt, fast für alles! Aber nicht für diese Zerstörung mit diesem riesigen Wesen da, das war ich nicht, nein! Dafür bin ich nicht verantwortlich! Dafür ist auch nicht die Blutjaspis verantwortlich, aber die haben mir ja auch nicht richtig geholfen, also, was wollen Sie wissen? Ich weiß eh fast nichts mehr!
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Carric (neben sich und kichernd): Also, passen Sie auf! Hier direkt unter Ihren Füßen, schon seit langem, ist die Blutjaspis unterwegs! Und…ich kann Ihnen gar nicht so gut helfen, weil das einzige, woran ich mich erinnere, ist…ein Hinterzimmer…eines Teeladens…mit einem Apothekerschränkchen…und da war so ein ganz spannender Geruch…irgendwie so…geräuchert! Tja…machen Sie draus, was sie wollen!
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Zaria Strakeln[Schreibweise?]: Es scheint so zu sein, als ginge hier mehr vor, als uns bewusst ist.
Riko Giliat[Schreibweise?]: Ja, und das lässt uns nur bei einer einzigen Annahme, nämlich diese ganze Stadt mehr als abzuriegeln und jeden einzelnen hier zu überprüfen!
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Dine: Der Aussage, dass Yaromir, ergo die Wolfsgestalt, nichts mit Lathalas zu tun hat, die können wir bezeugen!
Gallano: Das bedeutet, ihr sagt, sie ist nicht Teil dieses Anschlags und hat dennoch die Stadt angegriffen?
Dine: Das ist korrekt, aber sie hat die Stadt nicht angegriffen. (auf Hatae deutend) Sie hat gesehen, wie Leute aus dem Turm fallen und wollte helfen. (…) Die zwei Angeklagten stehen nicht in Verbindung.
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Gallano: Also, bedeutet, Sie waren nie tot und sind dann jetzt einfach erst wieder aufgetaucht nach diesem Übungseinsatz damals? Wir haben uns die Unterlagen angeschaut. War das Absicht?
Yaromir: Nein, ich verstehe es ja selber nicht.
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Yaromir (provozierend zu Gallano und Baptist schauend): Ich wollte die Stadt nie angreifen. Ich bin in die Stadt gekommen, um Hatae Cardonell zu schützen und alle anderen, die vom Turm Za gefallen sind. Leider war ich zu spät, ich wurde ja auch aufgehalten.
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Jean Baptist: Sie hat sich weder zu erkennen gegeben, noch hat sie in irgendeiner Form klar gemacht, dass sie uns nicht angreifen möchte! Sie ist in einer schreckhaften, abartigen, fast abartigen Gestalt…!
Dine (aufspringend): Hätte sie sich ausweisen sollen, während Personen vom Turm fallen?!
Jean Baptist: Sie ist selber Teil der „Brigade“ gewesen! Es gibt einen Kodex, wie man diese Stadt zu betreten hat! Man kann egal aus welchen Gründen nicht einfach so als DÄMON hier auftauchen!
Dine: Sie hat versucht, unschuldige Menschen zu retten!
Kato (zu Baptist): Ist das nicht eigentlich Ihr Job! IST DAS NICHT EIGENTLICH IHR JOB, JEAN BAPTIST!
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Jean Baptist: Dieses Wesen, wollen Sie das etwa noch als Person betiteln?!
Dine: Diese PERSON hat uns mehrmals das Leben gerettet!
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Jean Baptist: Dieses WESEN gehört einfach weggesperrt, weil wir nicht wissen, wie es funktioniert!
Dine: Dann sperren Sie mich auch gleich weg!
Kato (beschwichtigend): Dine!
Jean Baptist: Eine Göttergesandte wegsperren?! Warum sollten wir?! (auf Dine deutend) Gottgesegnet!! (auf Yaromir deutend) DÄMON!!
Dine: Das ist ein Titel, den Sie verteilt haben!!
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Hatae (zu Baptist): Diese Frau ist kein Dämon!! Das ist YAROMIR! Sie ist ein MENSCH!
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Kato (zu Baptist): Wäre es nicht Ihr Job gewesen, für die Sicherheit Ihrer Kadetten zu sorgen?!
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Jean Baptist: Ich bin der höchste Kommandant dieser „Brigade“! Seit Jahren besetze ich diese Position und auch damals schon bei diesem Vorfall in der Scheinwüste hab ich diese Position besetzt und auch da haben wir nach Protokoll der „Brigade“ gehandelt! DAS hier ist nicht nach Protokoll!
Trivia
- Die Ratsmitglieder sitzen von den Helden aus betrachtet in der folgenden Reihenfolge von links nach rechts an dem U-förmigen Tisch: Zaria Strakeln[Schreibweise?], Vaares Kalim[Schreibweise?], Gallano, Jenna Rees[Schreibweise?], Riko Giliat[Schreibweise?].
- Der Rat hätte eigentlich erst nächste Woche seine Sitzung abgehalten.
- Bei der Anwesenheitsüberprüfung wird Wing nicht erwähnt.
- Dine stellt sich dem Rat als „Dine Neemias“ vor. Kato nennt ebenfalls seinen vollen Namen „Kato Kiron“.
- Die Handschellen, womit Carrics Hände rücklings fixiert sind, sind magisch.
- Bei Gallanos Erwähnung von Yaromirs „Redseligkeit“ müssen Hans/Kato und Celine/Dine grinsen.
- Die Befehle innerhalb der „Brigade“ werden auch mittels Gong akustisch weitergegeben[7].
Quellen
- ↑ „Wie konnte es nur so weit kommen?“ (35), 17:05 (YouTube)
- ↑ „Alle übelst verdächtig hier!“ (34), 22:07 (YouTube)
- ↑ „Wo sind sie ?!“ (40), 26:45 (YouTube)
- ↑ „Bringt sie mir zurück“ (46), 41:27 (YouTube)
- ↑ „Alles oder Nichts“ (58), 35:53 (YouTube)
- ↑ „Der Verrat“ (56), 45:55 (YouTube)
- ↑ „Einspruch!“ (64), 45:00 (YouTube)